471 Besucher tauschten sich auf der 14. Donaubörse über spannende Märkte aus

471 Vertreter von Landwirtschaft, Getreide- und Futtermittelhandel, Logistik und Verarbeitung aus rund 20 europäischen Ländern nutzten am vergangenen Freitag auf der 14. Internationalen Donaubörse in Wien nach zweijähriger Pause die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die Markt- und Preisbildung unmittelbar nach der Ernte. Der Gastgeber und Präsident der Wiener Produktenbörse, Josef Dietrich, zeigte sich hocherfreut über die rege Teilnahme an dem unter strikten COVID-Auflagen ausgetragenen traditionellen Branchentreff in Mitteleuropa. "Das starke Interesse an der Donaubörse hat wieder gezeigt, wie wichtig und unentbehrlich auch im Zeitalter des Internets das persönliche Gespräch ist und wie sehr die Menschen dieses nach den Lockdowns wieder suchen", so Dietrich. Den Stoff für angeregte Branchengespräche lieferten die schwierige Weizenernte auf der Nordhalbkugel mit sinkenden Ertragsprognosen und heterogenen Qualitäten, zum Teil ungewöhnlich hohe Anteile von Futterware sowie steigende Preise und schwache Ertragserwartungen für die bevorstehende Maisernte im östlichen Mitteleuropa.

Weizenernte und schlechte Maiserträge in Ost-Mitteleuropa lieferten Gesprächsstoff

Wien, 6. September 2021 (aiz.info). – 471 Vertreter von Landwirtschaft, Getreide- und Futtermittelhandel, Logistik und Verarbeitung aus rund 20 europäischen Ländern nutzten am vergangenen Freitag auf der 14. Internationalen Donaubörse in Wien nach zweijähriger Pause die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die Markt- und Preisbildung unmittelbar nach der Ernte. Der Gastgeber und Präsident der Wiener Produktenbörse, Josef Dietrich, zeigte sich hocherfreut über die rege Teilnahme an dem unter strikten COVID-Auflagen ausgetragenen traditionellen Branchentreff in Mitteleuropa. "Das starke Interesse an der Donaubörse hat wieder gezeigt, wie wichtig und unentbehrlich auch im Zeitalter des Internets das persönliche Gespräch ist und wie sehr die Menschen dieses nach den Lockdowns wieder suchen", so Dietrich. Den Stoff für angeregte Branchengespräche lieferten die schwierige Weizenernte auf der Nordhalbkugel mit sinkenden Ertragsprognosen und heterogenen Qualitäten, zum Teil ungewöhnlich hohe Anteile von Futterware sowie steigende Preise und schwache Ertragserwartungen für die bevorstehende Maisernte im östlichen Mitteleuropa.

Produzenten und Handel versprechen sich ein reges Interesse an der österreichischen Weizenernte des Jahres 2021. Vor allem Aufmischweizen für Exportmärkte wie Italien stießen auf reges Interesse, weil sich ihre Qualität vom Mitbewerb im östlichen und nördlichen Umfeld abhebe. Am Inlandsmarkt, so Branchenbeteiligte von Urproduktion über Handel und Verarbeitung unisono, sei es zurzeit schwierig, deutlich gestiegene Rohstoff- und sonstige Gestehungskosten beim Lebensmittelhandel durchzusetzen. Dieser setze einem zunehmend unter Druck stehenden Kessel quasi einen Deckel auf, hieß es. Preiserhöhungen seien aber nur eine Frage der Zeit, weil letztlich notwendig und nicht zu vermeiden. Die bevorstehende Maisverarbeitungskampagne stehe im Zeichen einer spannenden Rohstoffversorgung, weil die traditionellen Überschussländer östlich und südöstlich von Österreich vor schwachen Erträgen stünden. Damit zeichneten sich in Österreich entsprechende Preise für Nassmais ab, da Rohstoff sonst nur zu hohen Transportkosten von weit weg - zu hören war etwa von Polen - zu besorgen sei.

Um die Kommunikation zwischen den Besuchern zu erleichtern, richtete die Wiener Börse heuer auf ihrer Webseite (Link siehe unten) ein elektronisches Teilnehmerverzeichnis mit den wichtigsten Kontaktdaten ein. Das Verzeichnis ist auch in gedruckter Form verfügbar.

Folder präsentiert hervorragende Qualität der österreichischen Weichweizenernte 2021

Rechtzeitig zur Donaubörse veröffentlichte der Fachausschuss Getreide des Bundesgremiums des Agrarhandels vor allem für die internationalen Interessenten den Folder mit den wichtigsten Infos zur österreichischen Weichweizen-Ernte 2021. Dieser steht unten in Deutsch und Englisch zum Download bereit. Österreichs Weizenernte ist demnach 2021 aufgrund extremer Witterungsbedingungen im pannonischen Klimagebiet leicht unterdurchschnittlich ausgefallen. Auf einer historisch kleinen Anbaufläche von 237.536 ha (minus 8.570 ha zum Vorjahr) wurden mit 1.445.000 t um 9,2% weniger Weichweizen eingefahren als 2020. Wie in den vergangenen Jahren stehen aber wieder ausreichende Mengen an Premium- und Qualitätsweizen für die Vermarktung zur Verfügung.

Der Proteingehalt im Qualitätsweizengebiet bewegt sich mit 15,5% im hervorragenden Bereich, die Fallzahlen sind hervorragend. Entsprechend sehr hoch ist der Klebergehalt von 34,4%. Ebenso liegen im Qualitätsweizengebiet bei den Backeigenschaften die Stabilitäten im Farinogramm und die W-Werte des Alveogramms im hervorragenden Bereich.

Die 14. Auflage des beliebten Treffpunkts von Agrarhandel, Verarbeitern und Dienstleistungsunternehmen rund um landwirtschaftliche Produkte in der Mitte Europas erfolgte heuer wieder nach einer zweijährigen Pause. 2019 fand die Donaubörse infolge der Abhaltung der Europäischen Warenbörse (EWB) in Wien nicht statt und musste 2020 aufgrund der Corona-bedingten Umstände abgesagt werden. (Schluss) pos

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