Coceral bessert Schätzung für Getreideernte 2021 nach

Günstige Witterungsverhältnisse in Spanien und Osteuropa

Brüssel, 19. Mai 2021 (aiz.info). - In der EU-27 werden in diesem Jahr voraussichtlich 291 Mio. t Getreide produziert. Coceral, der Europäische Verband des Getreidehandels, erhöht damit seine Ernteschätzung vom März um 7,5 Mio. t. In Spanien und in einigen osteuropäischen Ländern gebe der Witterungsverlauf Anlass zu einer optimistischeren Prognose, teilt Coceral in seiner dritten Schätzung für 2021 mit. Im Einzelnen wurden die Produktionszahlen für Getreide in Polen, Ungarn und Rumänien um jeweils 1 Mio. t gegenüber der Vorhersage vom März erhöht. In Spanien setzt der Verband die Getreideernte um gleich 3 Mio. t höher als im März an. Die Weizenernte sieht Coceral bei 131 Mio. t (Vorjahr 118 Mio. t), die Gerstenernte bei 55 Mio. t (Vorjahr 56 Mio. t) und die Maisernte bei 64 Mio. t (Vorjahr 62 Mio. t). Seine Schätzung für die Erzeugung von Ölsaaten musste der Verband gegenüber März kaum anpassen. Es bleibt bei einer vermuteten Erzeugung von 30 Mio. t Ölsaaten in diesem Jahr in der EU-27 (Vorjahr 28 Mio. t), davon 16,5 Mio. t Raps und 10 Mio. t Sonnenblumen.

Für Österreich wird zur diesjährigen Ernte von einem Rückgang der Weichweizenproduktion auf 1,4 Mio. t im Vergleich zu 1,6 Mio. t im Vorjahr ausgegangen. Die Gerstenerzeugung soll nach der jüngsten Schätzung von Coceral hierzulande mit rund 830.000 t etwa auf Vorjahresniveau liegen und die Maiserzeugung leicht auf 2,2 Mio. t (Vorjahr 2,4 Mio. t) sinken. Auch bei Raps wird ein Rückgang prognostiziert, und zwar auf 93.000 t gegenüber 101.000 t im Vorjahr. Dagegen geht der Verband in Österreich von einem Zuwachs der Sonnenblumenerzeugung auf 73.000 t (Vorjahr 58.000 t) aus. Auch bei Sojabohnen soll es hierzulande nach derzeitiger Sicht ein Plus von rund 16.000 t geben. (Schluss) mö/hub

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