Das Wetter in USA und Südamerika startet vorweihnachtliche Getreide-Rallye

Weizenlager auf der Nordhalbkugel schon ziemlich leer - Nachfrage hält an

Wien, 22. Dezember 2021 (aiz.info). - Winterstürme in den US-Plains mit verwehten Weizenbeständen sowie durch das Wetterphänomen La Niña verursachte Trockenheit in den südamerikanischen Mais- und Sojaanbaugebieten starteten in Zusammenhang mit einer Erstarkung der Rohölpreise und Aktienmärkte eine vorweihnachtliche Rallye der Weizen-, Mais- und Sojanotierungen an den internationalen Terminbörsen. Vor allem beim Weizen sind die Lager auf der Nordhalbkugel schon sehr knapp, während die Nachfrage der Importeure am Weltmarkt anhält. Von den derzeit die Ernte einbringenden Exporteuren auf der Südhalbkugel soll Argentinien Exportbeschränkungen verhängen. Damit machten die Preise einen Teil ihrer vorangegangenen Verluste wieder wett.

Weizen an der Euronext in Paris näherte sich am Mittwoch wieder 290 Euro/t und Raps übersprang sogar 750 Euro/t. Die Wiener Produktenbörse hielt am Mittwoch - allerdings erst nach Redaktionsschluss - die letzte Notierungssitzung vor Weihnachten ab. Die nächste Notierung ist dann am 12. Jänner 2022 geplant. Jedenfalls hieß es dem Vernehmen nach, der heimische Kassamarkt sei schon in Weihnachtsruhe bei nur mehr geringen Umsätzen auf stabilem Preisniveau.

In Europa wurde der Weizenmarkt zuletzt von frischer Nachfrage Chinas in Frankreich belebt. Auch die USA versprechen sich steigende Exporte angesichts der leeren Lager auf der Nordhalbkugel. Russland setzte eine unter den bisherigen Erwartungen liegende Exportquote von 8 Mio. t Weizen von Februar bis zum Ende des Wirtschaftsjahres fest. Gleichzeitig erhöhte es die Exportabgabe ab 22. Dezember auf 94 USD/t Weizen (83,22 Euro) und kündigte an, die Berechnungsformel für den Exportzoll bei Überschreiten von Referenzpreisen von 375 USD/t (332,01 Euro) und in der Folge von 400 USD/t (354,14) schrittweise weiter zu verschärfen. (Schluss) pos
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