Kurzfristanalyse: EU-Kommission erwartet normale Getreideernte

10% Steigerung bei Weizen im Vorjahresvergleich prognostiziert

Brüssel, 3. Juli 2019 (aiz.info). - In der EU werden im Laufe des Sommers 311 Mio. t Getreide geerntet, schätzt die EU-Kommission in ihrer jüngsten kurzfristigen Marktprognose ("Short Term Outlook Sommer 2019"). Die Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr sollen bei Weizen 10%, bei Gerste 7% und bei Mais 0,5% betragen. Die Ölsaatenernte schätzt die EU-Kommission auf 32,5 Mio. t und geht von einer um 10% niedrigeren Rapsfläche in der EU aus. Die Zuckerproduktion soll in dieser Saison bei 18,3 Mio. t liegen und damit um 4% über der des Jahres 2018/19. Den Durchschnittsertrag schätzt die EU-Kommission auf 74,9 t/ha und damit um 6 t/ha höher als im Vorjahr. Die Fläche soll dagegen in der EU um 4% zurückgehen, davon allein in Frankreich um 30.000 ha. In Polen soll sich die Zuckererzeugung dagegen um 2% erhöhen. Nach leicht ansteigenden Zuckerpreisen auf dem Spotmarkt hofft die EU-Kommission auf eine leichte Erholung der Preise im Laufe des Jahres.

Die Milcherzeugung soll in der EU 2019 und 2020 um jeweils 1% gegenüber dem Vorjahr ansteigen. Während die stabilen Milchpreise, die geringere Produktion der Wettbewerber in Drittländern und eine anhaltend konstante Nachfrage vor allem die Erzeuger in Irland, Polen und Dänemark mehr produzieren lassen werden, erwartet die EU-Kommission eine gleichbleibende Milcherzeugung in Deutschland und in Frankreich. Die Ausfuhren von Schweinefleisch aus der EU sind in den ersten vier Monaten des Jahres 2019 um 14,5% gestiegen. Die EU-Kommission ist zuversichtlich, dass der positive Trend im Außenhandel anhält und die Exportmenge an Schweinefleisch für das gesamte Jahr 2019 die des Vorjahres um 15% übersteigen wird.

Die ausführliche Prognose der EU-Kommission kann auf aiz.info heruntergeladen werden. (Schluss) mö

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