MARS-Report hebt Maiserträge im Schnitt der EU um eine Spur an

Österreich, Ungarn und andere MOEL ernten weniger als 2020 - Gute Aussaatbedingungen

Wien, 27. Oktober 2021 (aiz.info). - Der Wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission (JRC Joint Research Center) hebt in seinem am Montag veröffentlichten monatlichen MARS (Monitoring Agricultural Ressources)-Bulletin die Erwartung für die Erträge aus der Körnermaisernte in der EU gegenüber September um 1dt auf 7,79 t/ha an. Das sind um 0,4% mehr als der fünfjährige Durchschnitt und um 6,4% mehr als die 7,32 t/ha der vorjährigen Ernte 2020. In Frankreich, Belgien und im Süden Bulgariens verzögerten Regenfälle die Maisernte. Entgegen dem positiven Trend im Schnitt der EU fährt der auch für Österreich bedeutende zentraleuropäische Maisexporteur Ungarn 2021 ungewöhnlich schlechte Körnermaiserträge von 6,63 t/ha ein - das sind um 23% weniger als 2020 und um 18% unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Österreichs durchschnittlicher Hektarertrag von Mais bleibt demnach ebenfalls um 6,5% unter dem Vorjahresergebnis, aber gerade noch um 0,1% über dem Fünfjahreswert.

Ebenso sollen die Durchschnittserträge von Körnermais in der Slowakei um 10%, in Tschechien um 6,9% und in Kroatien um 16% unter die des Vorjahres fallen, wohingegen Rumänien um 41% mehr pro Hektar erzielen soll und Polen ein leichtes Plus von 0,6%, aber um 8,4% mehr als im Schnitt der vergangenen Fünfjahresperiode erwarte.

Die Sonnenblumenerträge beziffert das JRC unionsweit mit 2,37 t/ha um 19% über dem Vorjahr und um 4,1% über denen der letzten fünf Jahre. In Österreich sollen es zwar auch um 13% mehr sein als 2020, aber um 1,6% weniger als der Fünfjahreswert.

Die Aussaat von Winterkulturen habe in weiten Teilen Europas gute Bedingungen vorgefunden. Lediglich im Süden Rumäniens ist es zu Beginn der Aussaatkampagne zu trocken gewesen und haben spätere Regenfälle im Oktober das Defizit nur marginal ausgleichen können. Ebenso wie die Ernte haben andauernde Niederschläge die Bestellung der Felder in Frankreich und Belgien verzögert, aber keine ernsthaften Bedenken ausgelöst. Genauso haben unterdurchschnittliche Temperaturen im europäischen Teil Russlands, in der Ukraine und in Weißrussland keine signifikant negativen Folgen für die Bestände. (Schluss) pos

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