Russland: 2020 trotz verringerter Weizenprognose insgesamt größere Ernte

Experte geht von weniger Gerste und Körnermais aus

Moskau, 15. Mai 2020 (aiz.info). - In Russland ist heuer eine Weizenernte in Höhe von 81,2 Mio. t zu erwarten gegenüber gut 74,5 Mio. t im vergangenen Jahr, schätzt das Moskauer Consulting- und Forschungszentrum für Agrarökonomie (Sovecon), das allerdings seine aktuelle Prognose der Weizenernte zur vorigen von 84,4 Mio. t um nunmehr 3,2 Mio. t reduziert. Das dennoch deutliche Plus bei Weizen sollte dazu beitragen, dass die gesamte Getreideerzeugung im Land um 5,1 Mio. t auf 126,3 Mio. t wächst, auch wenn bei den anderen wichtigen Getreidesorten Gerste und Körnermais mit Produktionsrückgängen um 0,5 Mio. t auf 20,0 Mio. t beziehungsweise um 1 Mio. t auf 13,3 Mio. t zu rechnen sei, erklärte der Leiter der Einrichtung, Andrej Sisow, bei einer Video-Fachkonferenz am Donnerstag.

Trotz der negativen Auswirkungen einer dauerhaften Dürre in den wichtigen südlichen Anbauregionen sei die gesamte Situation bei Weizen nicht kritisch, und zwar dank der Regenfälle von Ende April und Anfang Mai sowie der günstigeren Witterungsverhältnisse im Wolga-Gebiet und im Zentrum des europäischen Teils des Landes, wird Sisow vom Konferenzveranstalter, dem landwirtschaftlichen Analysen- und Informationsdienst APK-Inform, zitiert. Dennoch wären neue Regenfälle in den nächsten Wochen für die Vermeidung weiterer Ernteverluste dringend notwendig, so der Experte. (Schluss) pom

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