Russland: Nächste Forschungsanstalt senkt Getreide-Ernteprognose 2019

Neue Schätzung liegt bei 124,7 Mio. t

Moskau, 21. Juni 2019 (aiz.info). - In Russland hat mit dem Institut für Agrarmarktkonjunktur (IKAR) eine weitere landwirtschaftliche Forschungseinrichtung die Prognose für die diesjährige Getreideernte nach unten korrigiert. Der IKAR-Geschäftsführer Dmitrij Rylko begründete dies mit der Hitze in mehreren wichtigen Erzeugerregionen, besonders im Süden des europäischen Teils des Landes, aber auch in östlichen Lagen der Föderationskreise Zentrum und Wolgagebiet, teilten die Landesmedien mit. Nun rechnen die Experten mit einer Produktion von insgesamt 124,7 Mio. t Getreide gegenüber rund zirka 113,3 Mio. t im vergangenen Jahr, während die bisherige Erwartung bei 126,2 Mio. t lag. Dabei wurde die Prognose für Weizen von 80,5 auf 80,0 Mio. t gesenkt.

Wie berichtet, hatte zuvor das russische Consulting- und Forschungszentrum für Agrarökonomie (Sovecon) seine Ernteprognose auf 127,2 Mio. t, darunter jene für Weizen auf 82,6 Mio. t, herabgesetzt. Dagegen stellte der erste stellvertretende Landwirtschaftsminister Dschambulat Chatuow am Mittwoch vor Journalisten klar, das Ressort beziffere die zu erwartende Getreideernte nach wie vor mit gut 118 Mio. t. Sollte aber eine Korrektur der Prognose erforderlich werden, würde das kaum früher als in sechs Wochen geschehen, erklärte der Beamte. (Schluss) pom

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