Russland plant deutlichen Ausbau der Sojaexporte nach China

Konflikt zwischen den USA und China eröffnet Moskau neue Chancen

Moskau/Peking, 5. September 2019 (aiz.info). - Russland will die Sojabohnen-Exporte nach China innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre auf bis zu 3,7 Mio. t steigern, erklärte der russische Handelsvertreter in der Volksrepublik, Sergej Injuschin. Im vergangenen Jahr haben die Lieferungen die 1 Mio. t-Marke fast erreicht, führte Injuschin gegenüber dem Informationsdienst "Russland - China: Das Wichtigste" aus. Er betonte dabei, dass sich die Aussichten für den kräftigen Ausbau vor dem Hintergrund des Handelsstreits zwischen den USA und China eröffneten. Infolgedessen sei das Reich der Mitte an alternativen Anbietern interessiert.

Wie berichtet, hat China im Juli die Importe von Soja aus sämtlichen Regionen Russlands erlaubt. Zugleich, so der Handelsvertreter weiter, werde die Palette der Exporte russischer Agrarprodukte nach China ausgebaut. In diesem Jahr seien die Lieferungen von gefrorenem Geflügelfleisch sowie vor Kurzem auch von Milch angelaufen. Zusätzlich seien im Juni Bedingungen für den Zugang weiterer Produkte - darunter von Gerste - zum chinesischen Markt vereinbart worden. Inzwischen werde außerdem über Exporte von Schweinefleisch verhandelt. (Schluss) pom

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