IGC-GMR August 2026: Globale Bilanz von Weizen sowie von EU-Weizen und Mais noch enger
Weniger Export vom Schwarzen Meer - US-Maisexport profitiert - Preise auf Zweijahres-Hoch
Der Internationale Getreiderat (IGC) senkt gegenüber Juli die Prognose für die weltweite Weizenproduktion und die Endlager sowie auch die Maiserzeugung der EU, womit ihr Importbedarf steigt, sich die Bilanz aber dennoch weiter verengt. Global werden Produktion und Verbrauch von Mais leicht nach unten revidiert, die Endlagerschätzung aber nicht geändert. Die Exporte von Weizen und Mais aus dem Kriegsgebiet am Schwarzen Meer - sowohl Russland als auch der Ukraine - werden nach unten korrigiert. Vom Einbruch der ukrainischen Maisausfuhr profitieren die USA mit besseren Exportaussichten, vom dem der Weizenausfuhr der beiden Kriegspartien unter anderem auch die EU, deren Weizenbilanz noch enger wird.
Der IGC senkt aufgrund anhaltender Hitze vor allem in der EU - hier zum zweiten Mal in Folge -die weltweiten Produktionsaussichten für Getreide insgesamt inklusive Weizen, Mais und Sorghum zum Vormonat um 5 Mio. t. Die globale Getreideerzeugung bleibt auf kleinerer Anbaufläche und mit schwächeren Erträgen um 77 Mio. t oder 3,1% unter dem Vorjahresrekord, aber immer noch Nummer zwei in der ewigen Bestenliste. Die Endlager 2025/26 und damit die Anfangsbestände dieser Saison sind zwar um 28 Mio. t oder 8,1% angeschwollen, das Angebot fällt aber wegen des stärkeren Minus in der Produktion zum Vorjahr dennoch um 30 Mio. t oder 0,9% kleiner aus. Insbesondere eine Einschränkung der Verfütterung führt zu einer im Monatsabstand um 3 Mio. t und zum Vorjahr um 2 Mio. t kleineren Verbrauchsprognose.
Unter dem Strich sinkt die Endlagerprognose um weitere 4 Mio. t und verstärkt sich der erwartete Bestandsabbau um 2 Mio. t auf 28 Mio. t oder 4.4% - davon alleine auf 17 Mio. t oder 10,5% bei den wichtigsten Exporteuren (Argentinien, Australien, EU, Kanada, Kasachstan, Russland, Ukraine und USA). Wegen des angehobenen Importbedarfs der EU an Mais, steigt die Prognose für das Welthandelsvolumen zum Juli um 1 Mio. t, fällt aber wegen eines zum Vorjahr kleineren Weizenimportbedarfs Nordafrikas und des Nahen Ostens um 16 Mio. t oder 3,5% gegenüber 2025/26 zurück. Gestiegene geopolitische und Wetterrisiken trieben den Gesamtpreisindex (GOI) der vom IGC erfassten Exportpreise aller Getreidearten und von Reis gegenüber Juli um 3,2% und zum Vorjahres-Vergleichszeitraum um 13,9% auf mehr als ein Zweijahres-Hoch in die Höhe.
Unter dem Strich sinkt die Endlagerprognose um weitere 4 Mio. t und verstärkt sich der erwartete Bestandsabbau um 2 Mio. t auf 28 Mio. t oder 4.4% - davon alleine auf 17 Mio. t oder 10,5% bei den wichtigsten Exporteuren (Argentinien, Australien, EU, Kanada, Kasachstan, Russland, Ukraine und USA). Wegen des angehobenen Importbedarfs der EU an Mais, steigt die Prognose für das Welthandelsvolumen zum Juli um 1 Mio. t, fällt aber wegen eines zum Vorjahr kleineren Weizenimportbedarfs Nordafrikas und des Nahen Ostens um 16 Mio. t oder 3,5% gegenüber 2025/26 zurück. Gestiegene geopolitische und Wetterrisiken trieben den Gesamtpreisindex (GOI) der vom IGC erfassten Exportpreise aller Getreidearten und von Reis gegenüber Juli um 3,2% und zum Vorjahres-Vergleichszeitraum um 13,9% auf mehr als ein Zweijahres-Hoch in die Höhe.
IGC-Weltgetreidebilanzen August 2026
| 2025/26 vorl. |
2026/27 Prognose |
26/27 zu Vormonat |
26/27 zu 25/26 | |
| Weizen | ||||
| Ernte | 844 | 817 | -4 | -27 |
| Angebot | 1.107 | 1.102 | -4 | -5 |
| Verbrauch | 823 | 826 | -2 | +3 |
| Endbestand | 285 | 275 | -4 | -10 |
| Bestand zu Vorjahr |
+21 | -9 | +2 | -12 |
| Ratio stock/use | 34,63% | 33,29% | -0,40% | -1,34% |
| Mais | ||||
| Ernte | 1.346 | 1.305 | -1 | -41 |
| Angebot | 1.636 | 1.616 | -1 | -20 |
| Verbrauch | 1.325 | 1.322 | -1 | -3 |
| Endbestand | 311 | 293 | 0 | -18 |
| Bestand zu Vorjahr |
+21 | -17 | -1 | -4 |
| Ratio stock/use | 23,47% | 22,16% | +0,02% | -1,31% |
| Getreide gesamt | ||||
| Ernte | 2.493 | 2.416 | -6 | -77 |
| Angebot | 3.080 | 3.050 | -8 | -30 |
| Verbrauch | 2.446 | 2.444 | -3 | -2 |
| Endbestand | 634 | 606 | -4 | -28 |
| Bestand zu Vorjahr |
+47 | -28 | +2 | -19 |
| Ratio stock/use | 25,92% | 24,80% | -0,13% | -1,12% |
| Sojabohnen | ||||
| Ernte | 432 | 441 | 0 | +9 |
| Angebot | 513 | 521 | +1 | +8 |
| Verbrauch | 433 | 447 | +2 | +14 |
| Endbestand | 80 | 75 | 0 | -5 |
| Bestand zu Vorjahr |
-2 | -5 | +2 | +3 |
| Ratio stock/use | 18,48% | 16,78% | 0,08% | -1,70% |
Quelle: IGC, Grain Market Report vom 20. August 2026 im Vergleich zum Report vom 16. Juli 2026, eigene Berechnungen, Zahlenangaben in Mio. t, gerundet. Verbrauch = Eigenverbrauch ohne Export. Nächster Report: 17. September 2026
Weizenexport vom Schwarzen Meer praktisch zum Erliegen gekommen
Zu den Folgen der Eskalation der russischen Aggression gegen die Ukraine und deren Gegenschläge merkt der Rat an: Die Exporte aus den Tiefseehäfen Russlands (Novorossiysk) und der Ukraine sind wegen des erhöhten Sicherheitsrisikos praktisch zum Erliegen gekommen, wovon hauptsächlich Weizen - mit erwarteten 4 Mio.t Exportrückgang seit Mitte Juli - betroffen ist. Die Auswirkungen auf die Märkte sind zum Teil wegen der aktuell zurückhaltenden Importnachfrage bisher noch relativ begrenzt, viel hängt aber in Zukunft von der weiteren Dauer und Intensität der Einschränkungen ab.
Der IGC kürzt folglich den Weizenexport Russlands um 2,5 Mio. t auf 45,2 Mio. t (-2,7 Mio. t zum Vorjahr) und den der Ukraine um 1,8 Mio. t auf 14,2 Mio. t (-0,8 Mio. t zum Vorjahr). Den Maisexport der Ukraine nimmt der Rat zum Vormonat gar um 3,0 Mio. t auf 22,0 Mio. t (-0,5 Mio. t zum Vorjahr) zurück.
Der IGC kürzt folglich den Weizenexport Russlands um 2,5 Mio. t auf 45,2 Mio. t (-2,7 Mio. t zum Vorjahr) und den der Ukraine um 1,8 Mio. t auf 14,2 Mio. t (-0,8 Mio. t zum Vorjahr). Den Maisexport der Ukraine nimmt der Rat zum Vormonat gar um 3,0 Mio. t auf 22,0 Mio. t (-0,5 Mio. t zum Vorjahr) zurück.
Gestiegenes geopolitisches und Wetterrisiko: GOI schrammt an mehr als Zweijahres-Hoch
Über alle erhobenen Produktpreise hinweg schrammte der vom IGC erhobene Gesamtpreisindex (GOI) der Exportpreise aller Getreidearten und von Reis im abgelaufenen Monat mit einem Plus von 3,2% (+13,9% im Jahresabstand) in Folge gestiegener geopolitischer und Wetterrisiken an mehr als einem Zweijahres-Hoch.
Der Subindex von Weizen ist um 1,8% (+16,4% im Jahresabstand) höher als Mitte Juli. Dabei sanken die russischen Exportpreise wegen eines schwächeren Rubels und höherer Frachtkosten, stiegen aber die der meisten Mitbewerber. Der Krieg am Schwarzen Meer mit Unterbrechungen der Maislieferungen aus der Ukraine und schwindende Maisreserven der USA brachten den Mais-Subindex im Monatsvergleich um 3,2% (+6,0% im Jahresabstand) in die Höhe. Gerste gewann zum Juli 2,6% (+6,8% im Jahresabstand). Da sich die Produzenten in Brasilien und Argentinien lukrativeren Abnehmern zugewandt haben, befestigten sich die Exportpreise von Sojabohnen um 4,2% (+16,7% im Jahresabstand). Schließlich halfen Befürchtungen um die Auswirkungen von El Nino auf die Erträge in Teilen Asiens den Reispreisen im Monatsabstand um 3,0% (+10,4% im Jahresabstand) auf die Sprünge.
Der Subindex von Weizen ist um 1,8% (+16,4% im Jahresabstand) höher als Mitte Juli. Dabei sanken die russischen Exportpreise wegen eines schwächeren Rubels und höherer Frachtkosten, stiegen aber die der meisten Mitbewerber. Der Krieg am Schwarzen Meer mit Unterbrechungen der Maislieferungen aus der Ukraine und schwindende Maisreserven der USA brachten den Mais-Subindex im Monatsvergleich um 3,2% (+6,0% im Jahresabstand) in die Höhe. Gerste gewann zum Juli 2,6% (+6,8% im Jahresabstand). Da sich die Produzenten in Brasilien und Argentinien lukrativeren Abnehmern zugewandt haben, befestigten sich die Exportpreise von Sojabohnen um 4,2% (+16,7% im Jahresabstand). Schließlich halfen Befürchtungen um die Auswirkungen von El Nino auf die Erträge in Teilen Asiens den Reispreisen im Monatsabstand um 3,0% (+10,4% im Jahresabstand) auf die Sprünge.
Welt verbraucht mehr Weizen als produziert wird
Die Prognose für die weltweite Weizenerzeugung sinkt gegenüber Juli um 4 Mio. t auf 817 Mio. t, was 27 Mio. t oder 3,2% weniger als 2025/26 ist. Die Weizenernten der EU (-1,8 Mio. t), Kanadas (-0,4 Mio. t), Russlands (-1,4 Mio. t) sowie der USA (-0,1 Mio. t) werden nach unten korrigiert, die Kasachstans (+0,7 Mio. t) und der Ukraine (+0,6 Mio. t) nach oben. Der globale Anfangsbestand wird zum Vormonat um 0,6 Mio. t kleiner angesetzt (-5 Mio. t zum Vorjahr), der Verbrauch um 2 Mio. t (-5 Mio. t zum Vorjahr) und der Endlagerstand um 4 Mio. t (-10 Mio. t zum Vorjahr) auf 33,3% des Verbrauchs. Bei der Gruppe der Exporteure (Argentinien, Australien, EU, Kanada, Kasachstan, Russland, Ukraine und USA) nehmen die Weizenreserven 2026/27 um 12,7 Mio. t auf 14,5% ihres Verbrauchs ab und werden um 1,0 Mio. t kleiner als vor einem Monat geschätzt.
EU: Weniger Weizenernte und mehr Verbrauch sowie Export - Lagerabbau verstärkt
Die Prognosen für die Weizenernte der EU sinken von Monat zu Monat, die für Verbrauch - nicht zuletzt, weil Weizen in den Futterrationen mehr und mehr den von zunehmend befürchteten Ernteausfällen betroffenen Mais ersetzen muss - und Lagerabbau steigen. Die EU kann nunmehr 133,9 Mio. t Weizen und um 9,5 Mio. t weniger als im Vorjahr einbringen. Die Prognose sinkt zum Juli um weitere 1,8 Mio. t, das Angebot wegen höherer Anfangsbestände (+0,7 Mio. t zum Vormonat, +5,7 Mio. t zum Vorjahr) nur um 0,8 Mio. t auf 157,2 Mio. t (-4,7 Mio. t zum Vorjahr). Der Weizenimport von 7,3 Mio. t wird um 0,3 Mio. t umfangreicher als vor Monatsfrist, aber um 0,7 Mio. t unter der Vorjahreslinie erwartet. Während die EU gegenüber Juli um 0,3 Mio. t weniger Weizen für Ernährung benötigen soll, dürften um 1,5 Mio. t mehr in den Futtertrog gelangen. Die EU steigert den Weizenverbrauch zum Vormonat um 1,2 Mio. t und zum Vorjahr um 0,2 Mio. t. Auch der Export soll sich gegenüber Juli um 0,7 Mio. t auf 32,5 Mio. t (+0,4 Mio. t zum Vorjahr) verbessern. Damit reduziert der IGC seine Prognose für die Weizenendlager der EU 2026/27 binnen Monatsfrist um 2,6 Mio. t auf 11,0 Mio. t, womit es nach den 5,7 Mio. t Aufbau im Vorjahr nun zu 5,0 Mio. t Abbau kommt. Noch im Juni hat der IGC von einem Lageraufbau gesprochen. Der Endlageranteil am Verbrauch (stock to use) sinkt auf - im absoluten Maßstab und internationalen Vergleich (siehe unten Tabelle "IGC Weizen 08-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globaler Reserve") - auf sehr knappe 7,5% nach 9,4% laut Juli-GMR.
Im Gegensatz zur EU blicken die USA nun 0,4 Mio. t höheren Weizenendlagern als vor einem Monat im Umfang von 19,9 Mio. t entgegen, obwohl ihre Ernteprognose um 0,1 Mio. t auf 41,7 Mio. t -um 12,3 Mio. t weniger als im Vorjahr - abnimmt. Auch werden um 0,5 Mio.t weniger Weizenausfuhr von nunmehr 20,8 Mio. t (-4,0 Mio. t zum Vorjahr) erwartet. Dennoch resultieren noch 5,1 Mio. t Lagerabbau (-0,4 Mio. t zum Juli) auf nunmehr 39,3% stock to use, nachdem man vor einem Monat noch auf einen Abbau des Endlageranteils am Verbrauch auf 38,1% gehofft hat.
Im Gegensatz zur EU blicken die USA nun 0,4 Mio. t höheren Weizenendlagern als vor einem Monat im Umfang von 19,9 Mio. t entgegen, obwohl ihre Ernteprognose um 0,1 Mio. t auf 41,7 Mio. t -um 12,3 Mio. t weniger als im Vorjahr - abnimmt. Auch werden um 0,5 Mio.t weniger Weizenausfuhr von nunmehr 20,8 Mio. t (-4,0 Mio. t zum Vorjahr) erwartet. Dennoch resultieren noch 5,1 Mio. t Lagerabbau (-0,4 Mio. t zum Juli) auf nunmehr 39,3% stock to use, nachdem man vor einem Monat noch auf einen Abbau des Endlageranteils am Verbrauch auf 38,1% gehofft hat.
IGC Weizen 08-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globalen Reserven
| WJ 2026/27 | Verbrauch | Endlager | stock/use | Anteil an Endlager global |
| Welt | 826,2 | 275,2 | 33,3% | 100,0% |
| China | 148,2 | 133,4 | 90,0% | 48,5% |
| Welt ohne China |
880,6 | 141,8 | 16,1% | 51,5% |
| Exporteure | 417,4 | 60,5 | 14,5% | 22,0% |
| USA | 50,7 | 19,9 | 39,3% | 7,2% |
| EU | 146,3 | 11,0 | 7,5% | 4,0% |
Quelle: IGC, Grain Market Report vom 20. August 2026, eigene Berechnungen, Zahlenangaben in Mio. t, gerundet.
Verbrauch (ausgenommen Welt): Eigenverbrauch + Export,
Exporteure: Argentinien, Australien, EU, Kanada, Kasachstan, Russland, Ukraine, USA.
Anmerkung: Im Gegensatz zum WASDE-Report zählt der GMR Kasachstan zur Gruppe der Exporteure.
EU-Weizen behauptet weiterhin preislichen Vorteil im Exportwettbewerb mit US-Weizen
Nach der Anhebung der Prognose für den EU-Weizenexport und der Absenkung des US-Ausfuhren zeigt das in US-Dollar berechnete Monitoring der Exportpreise auf der IGC-Website von französischem Weizen Grade 1 fob Rouen und seiner Konkurrenz Soft Red Winter (SRW) aus den USA fob Golf von Mexiko zum Stichtag 20. August noch immer einen Preisvorteil für den französischen Weizen (USD 275/t) von USD 9/t gegenüber dem US-amerikanischen (USD 284/t) - dies, obwohl die Preise zuletzt wieder enger zusammengerückt waren, indem die des französischen Weizens etwas stärker anstiegen als die der US-Konkurrenz.
Globale Maisbilanz fast unverändert - EU-Bilanz nach weiterem Ernteeinbruch jedoch deutlich negativer
An der globalen Maisprognose des IGC kommt es nur zu minimalen Änderungen gegenüber Juli, Indem Ernte und Verbrauch um jeweils 1 Mio. t kleiner ausfallen, die Endlager gleich hoch und der Lagerabbau mit 17 Mio. t um 1 Mio. t schwächer. Allerdings gibt es regional deutliche Verschiebungen in den Maisbilanzen: Die US-Maisernte steigt um 0,8 Mio. t auf 406,7 Mio. t (-25,6 Mio. t zum Vorjahr) und die der Ukraine um 0,9 Mio. t auf 32,9 Mio. t (+2,4 Mio. t zum Vorjahr). Die Maisernte der EU fällt hingegen um satte 5,3 Mio. t nunmehr unter die 50-Millionen-Tonnen-Schwelle auf 48,5 Mio. t (-11,7 Mio. t zum Vorjahr). Gleichzeitig sinkt die Exportprognose der Ukraine zum Vormonat um 3,0 Mio. t auf 22,0 Mio. t (-0,5 Mio. t zum Vorjahr) und steigt dementsprechend ihr Endlager um 3,9 Mio. t auf 6,8 Mio. t (+4,0 Mio. t zum Vorjahr). Die USA jedoch sollen sich um 4,0 Mio. t mehr Maisexport (83,0 Mio. t, -3,4 Mio. t zum Vorjahr) als vor einem Monat krallen können und ihre Maisreserven um 7,3 Mio. t im Ausmaß von 10,2% ihres Verbrauchs abstocken (siehe unten Tabelle "IGC Mais 08-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globaler Reserve").
Eng wird die Maisbilanz der EU mit prognostizierten Endlageranteil am Verbrauch von 8,3 % nach der Kürzung ihrer Ernteaussichten um 5,3 Mio. t. Von 48,5 Mio. t Erzeugung fehlen nunmehr 23,3 Mio. t auf den geschätzten Verbrauch von 71,8 Mio. t, obwohl dieser gegenüber der Juli-Prognose um weitere 2,2 Mio. t und zum Vorjahr um 4,5 Mio. t rationiert werden soll. So wird der Bedarf der EU an Maisimport nunmehr auf 23,5 Mio. t angesetzt - um 2,5 Mio. t höher als vor Monatsfrist und um 4,5 Mio. t höher als 2025/26.
Eng wird die Maisbilanz der EU mit prognostizierten Endlageranteil am Verbrauch von 8,3 % nach der Kürzung ihrer Ernteaussichten um 5,3 Mio. t. Von 48,5 Mio. t Erzeugung fehlen nunmehr 23,3 Mio. t auf den geschätzten Verbrauch von 71,8 Mio. t, obwohl dieser gegenüber der Juli-Prognose um weitere 2,2 Mio. t und zum Vorjahr um 4,5 Mio. t rationiert werden soll. So wird der Bedarf der EU an Maisimport nunmehr auf 23,5 Mio. t angesetzt - um 2,5 Mio. t höher als vor Monatsfrist und um 4,5 Mio. t höher als 2025/26.
IGC Mais 08-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globalen Reserven
| WJ 2026/27 | Verbrauch | Endlager | stock/use | Anteil an Endlager global |
| Welt | 1.322,3 | 293,3 | 22,2% | 100,0% |
| China | 314,4 | 173,4 | 55,2% | 59,1% |
| Welt ohne China |
1.215,7 | 119,9 | 9,9% | 40,9% |
| Exporteure | 667,6 | 75,3 | 11,3% | 25,7% |
| USA | 414,7 | 42,1 | 10,2% | 14,4% |
| EU | 73,3 | 6,1 | 8,3% | 2,1% |
Quelle: IGC, Grain Market Report vom 20. August 2026, eigene Berechnungen, Zahlenangaben in Mio. t, gerundet.
Verbrauch (ausgenommen Welt): Eigenverbrauch + Export.
Exporteure: Argentinien, Brasilien, Südafrika, Ukraine, USA.
Anmerkung: Im Gegensatz zum WASDE-Report weist der GMR keine Gruppe der Exporteure sowie Daten für Russland aus. Die Zahlen der oben genannten Gruppe der Exporteure beruhen auf Eigenberechnung aus den IGC-Länderdaten.
Sojabohnenernte steigt auf Rekord - Verbrauchszuwachs überholt aber
Einen Neuen Rekord erreicht die weltweite Sojabohnenproduktion mit 441 Mio. t und 9 Mio. t oder 2,1% Zuwachs zum Vorjahr mit Anhebungen der Ernten der USA und Brasiliens. Der Verbrauch legt aber im Jahresabstand um 14 Mio. t oder 3,2% auf 447 Mio. t zu, sodass die Endbestände um 5 Mio. t schmelzen. Unverändert zum Juli bleiben die Exportprognosen für die großen Bohnenlieferanten USA (45,3 Mio. t, +3,7 Mio. t zum Vorjahr) und Brasilien (113,2 Mio. t, +4,2 Mio. t zum Vorjahr) sowie den größten Importeur, China. Das Reich der Mitte soll mit 115,5 Mio. t um 2,0 Mio.t mehr Bohnen als im Vorjahr einführen und saugt 26,2% der weltweiten Erzeugung und 60,7% des Welthandelsvolumens auf.
Über den Grain Market Report - GMR des IGC
Die Kurzzusammenfassung des GMR auf der Anfang 2026 neu gestalteten Website des IGC www.igc.int (Link in Box MARKET FUNDAMENTALS auf Startseite oder OUR EVENTS > Press Release) stellt neben dem Tabellenwerk eine kurze Analyse der jüngsten Entwicklung der Getreide- und Ölsaatenmärkte sowie der Exportpreise und einen Ausblick auf das weitere Wirtschaftsjahr zur Verfügung.
Die Veröffentlichung des nächsten Berichts ist am 17. September 2026 geplant.
Auf der Website des IGC (Link siehe unten) findet sich zudem Information über Exportpreise und globale Fundamentaldaten.
Getreide- und Ölsaatenindex des IGC auf Basis Jänner 2000 = 100.
Die Veröffentlichung des nächsten Berichts ist am 17. September 2026 geplant.
Auf der Website des IGC (Link siehe unten) findet sich zudem Information über Exportpreise und globale Fundamentaldaten.
Getreide- und Ölsaatenindex des IGC auf Basis Jänner 2000 = 100.