IGC-GMR September 2026: Weniger Export aus Russland und Ukraine treibt Weizenendlager hoch

Preise befestigt - Mais wird global weniger - EU-Weizen- und Maisbilanz noch weiter verengt
Der Internationale Getreiderat (IGC) setzt gegenüber August die weltweite Getreideproduktion um 4 Mio. t hinauf - 3% weniger als der Rekord 2025/26, aber immer noch die zweitgrößte Produktion. Höhere Prognosen für Weizen und Gerste überwiegen niedrigere für Mais und Sorghum. Die Weizen- und Maisernten sowie auch Endlager der EU werden neuerlich gekürzt. Knapperes Angebot und steigende Preise rationieren global den Verbrauch auf 2% unter der Vorjahresmarke. Die Endlager steigen um 2 Mio. t - 14 Mio. t oder 4% Lagerabbau. Einbrüche der Schwarzmeer-Exporte und weniger Import Nordafrikas und des Nahen Ostens drücken trotz mehr Export von Mais und Gerste den Welthandel mit Getreide zum Vorjahr um 16 Mio. t oder 3%.
In der weltweiten Getreideproduktion (Weizen und Futtergetreide inklusive Mais) von 2.420 Mio. t (-74 Mio. t oder -3,0% zum Vorjahr) bleibt die Produktion in Europa, Nord- und Südamerika sowie Ozeanien hinter dem Vorjahr zurück, übertrifft die von 2025/26 jedoch in Nordafrika und im Nahen Osten, wo sich der Importbedarf entsprechend verringert. Zudem sorgen die Einschränkungen der Ausfuhren über das Schwarze Meer für einen äußerst langsamen Handelsfluss bei Weizen. Die Verbrauchsprognose bleibt bei 2.444 Mio. t, ein Minus von 4 Mio. t oder 0,2% zum Vorjahr. Dabei erwartet der größte Verbrauchsposten, mit 1.106 Mio. t die Verfütterung, einen Rückgang um 11 Mio. t oder 1,0%. Dementgegen legen der Konsum für Ernährung um 1,0% auf 787 Mio. t und der für industrielle Verwertung um 0,8% auf 424 Mio. t zu. Unter dem Strich schmelzen die Endlager - einschließlich derer von Weizen und Mais - um 24 Mio. t oder 3,8% auf 608 Mio. t ab, nachdem man im August 606 Mio. t und minus 28 Mio. t geschätzt hat. Dazu trägt auch die Senkung der Anfangsbestände zum Vormonat um 2 Mio. t bei. Der Endlageranteil am Verbrauch (stock to use) beträgt nun 24,9%.
 
Die gesamte Getreideproduktion der EU wird zum August um 0,9 Mio. t auf 260,6 Mio. t (-29,2 Mio. t zum Vorjahr) nach unten korrigiert, ihr Verbrauch aber um 0,2 Mio. t auf 256,5 Mio. t (-4,2 Mio. t zum Vorjahr) und Export um 0,2 Mio. t auf 44,5 Mio. t (-2,9 Mio. t zum Vorjahr) nach oben. Damit steigt der Import um 1,0 Mio. t auf 32,9 Mio. t und sinkt das Endlager um 0,6 Mio. t auf 24,2 Mio. t. Dies ist ein Lagerabbau um 7,5 Mio. t oder 23,7% mit 8,0% Ratio stock to use.
 
Der Gesamtpreisindex (GOI) der vom IGC erfassten Exportpreise aller Getreidearten und von Reis stieg gegenüber August um 5,9% und zum Vorjahres-Vergleichszeitraum um 20,1%.

IGC-Weltgetreidebilanzen September 2026

2025/26
vorl.
2026/27
Prognose
26/27 zu
Vormonat
26/27 zu 25/26
Weizen
Ernte 845 820 +3 -25
Angebot 1.108 1.105 +3 -3
Verbrauch 823 826 0 +3
Endbestand 285 278 +3 -7
Bestand
zu Vorjahr
+22 -7 -2 -15
Ratio stock/use 34,63% 33,66% +0,36% -0,97%
Mais
Ernte 1.346 1.301 -4 -45
Angebot 1.726 1.610 -6 -116
Verbrauch 1.327 1.321 -1 -6
Endbestand 309 289 -4 -20
Bestand
zu Vorjahr
+19 -20 +3 +1
Ratio stock/use 23,29% 21,88% -0,29% -1,41%
Getreide gesamt
Ernte 2.494 2.420 +4 -74
Angebot 3.081 3.052 +2 -29
Verbrauch 2.448 2.444 0 -4
Endbestand 632 608 +2 -24
Bestand
zu Vorjahr
+46 -24 +4 -22
Ratio stock/use 25,82% 24,88% +0,08% -0,94%
Sojabohnen
Ernte 431 440 -1 +9
Angebot 512 518 -3 +6
Verbrauch 434 446 -1 +12
Endbestand 78 73 -2 -5
Bestand
zu Vorjahr
-3 -6 +1 +3
Quelle: IGC, Grain Market Report vom 17. September 2026 im Vergleich zum Report vom 20. August 2026, eigene Berechnungen, Zahlenangaben in Mio. t, gerundet. Verbrauch = Eigenverbrauch ohne Export. Nächster Report: 15. Oktober 2026

Bullish gestimmte Märkte befestigen GOI zum August um 5,9% und zum Vorjahr um 20,1%

Der Gesamtpreisindex (GOI) der vom IGC erfassten Exportpreise aller Getreidearten und von Reis stieg - unterstützt von einer geänderten globalen Versorgungslage sowie hohem Rohölpreis und Wetter - gegenüber August um 5,9% und zum Vorjahres-Vergleichszeitraum um 20,1%.
 
Dank bullish gestimmter Märkte aufgrund der anhaltenden Flaschenhälse in der Schwarzmeer-Schifffahrt ist der Subindex von Weizen um 6,5% (+23,2% im Jahresabstand) höher als vor Monatsfrist. Die weitere Unterbrechung der ukrainischen Exporte und ein schrumpfendes Angebot in den USA ließen den Mais-Subindex in den abgelaufenen vier Wochen um 5,5% (+13,6% im Jahresabstand) steigen. Gerste gewann zum August 3,5% (+8,4% im Jahresabstand). Beeinflusst von den Preisanstiegen an den Energiemärkten und einer robusten Weltmarktnachfrage befestigte sich der Subindex der Exportpreise von Sojabohnen um 6,7% (+22,9% im Jahresabstand). Infolge zurückhaltender Abgabebereitschaft von Produzenten und daraus resultierender Befestigung der Exportpreise in Thailand, Indien und den USA legte der Subindex von Reis im Monatsabstand um 3,1% (+14,5% im Jahresabstand) zu.

EU-Weizen vergrößert im Exportwettbewerb Preisvorteil gegenüber US-Weizen

Da die vom IGC in US-Dollar berechneten Exportpreise von französischem Weizen Grade 1 fob Rouen in den letzten Tagen gegenüber denen der Konkurrenz Soft Red Winter (SRW) aus den USA fob Golf von Mexiko stärker gesunken sind und dank jüngster Abschwächung des Euros gegenüber dem US-Dollar konnte der französische Weizen aktuell wieder etwas an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen: Zum Stichtag 17. September 2026 wurden für den französischen Weizen USD 285/t berechnet und für den US-amerikanischen USD 306/t. Dies ergibt USD 21/t Preisvorteil für den Europäer.

Weizen: Ernten in Australien, Argentinien und Ukraine angehoben - in EU abgesenkt

Der Rat erwartet die weltweite Weizenerzeugung 2026/27 gegenüber dem Vorbericht um 3,2 Mio. t größer bei 819,9 Mio. t (-24,9 Mio. t oder -2,9% zum Vorjahr), hebt den Verbrauch aber nur um 0,3 Mio. t auf 826,5 Mio. t (3,3 Mio. t oder +0,4% zum Vorjahr) an. Die Anfangsbestände sind nun 0,1 Mio. t größer. Unter dem Strich kommt ein Endlager von 278,1 Mio. t heraus - um 2,9 Mio. t mehr als im August, aber um 6,6 Mio. t oder 2,3% weniger als 2025/26. Dies ergibt einen Endlageranteil am Verbrauch von 33,6%.
 
Größere, aber im Jahresvergleich deutlich kleinere Weizenernten erwarten nun Australien (30,0 Mio. t, +2,3 Mio. t zum Vormonat, -6,0 Mio. t zum Vorjahr) und Argentinien (21,7 Mio. t, +0,5 Mio. t zum Vormonat, -6,7 Mio. t zum Vorjahr). Angehoben wird auch die Weizenerzeugung der Ukraine (28,3 Mio. t, +1,6 Mio. t zum Vormonat, +2,3 Mio. t zum Vorjahr) . Eine neuerliche Senkung erfährt die EU-Weizenproduktion (133,2 Mio. t, -0,7 Mio. t zum Vormonat, -10,2 Mio. t zum Vorjahr). Die Ernten der anderen wichtigen Produzenten sowie Exporteure ändern sich gegenüber August nicht.

EU-Weizenbilanz gegenüber August neuerlich verengt - Anteil stock to use sehr niedrig

In der EU-Weizenbilanz sinken gegenüber August neben der Ernte der Anfangsbestand (15,7 Mio. t, -0,3 Mio. t zum Vormonat, +5,5 Mio. t zum Vorjahr) und die Endlager (10,5 Mio. t, -0,5 Mio. t zum Vormonat, -5,2 Mio. t zum Vorjahr). Es nimmt der Import zu (7,8 Mio. t, +0,3 Mio. t zum Vormonat, -0,3 Mio. t zum Vorjahr) und vergrößert sich der Lagerabbau gegenüber dem Vormonat um 0,2 Mio. t. Mit dem Verhältnis stock to use von 7,2% stellt sich die Weizenbilanz der Europäischen Union in absoluten Zahlen sowie im Vergleich zu den Daten global und der anderer wichtiger Marktplayer extrem eng dar (siehe unten Tabelle "IGC Weizen 09-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globaler Reserve").
 
Vergleichsweise stehen in der Gruppe der Exporteure (Argentinien, Australien, EU, Kanada, Kasachstan, Russland, Ukraine und USA) die USA 2026/27 zwar nach wie vor mit ähnlich großem Lagerabbau um 5,1 Mio. t da, sitzen aber auf 39,3 % Endlageranteil am Verbrauch. Bei den restlichen Exporteuren sind es 12,6%, auf Seite der Importeure in China sogar 89,9%.

IGC Weizen 09-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globalen Reserven

WJ 2026/27 Verbrauch Endlager stock/use Anteil an
Endlager global
Welt 826,5 278,1 33,6% 100,0%
China 148,2 133,3 89,9% 47,9%
Welt
ohne China
879,3 144,8 16,5% 52,1%
Exporteure 416,6 65,9 15,8% 23,7%
Exporteure
ohne USA
365,9 46,0 12,6% 16,5%
USA 50,7 19,9 39,3% 7,2%
Quelle: IGC, Grain Market Report vom 17. September 2026, eigene Berechnungen, Zahlenangaben in Mio. t, gerundet. Verbrauch (ausgenommen Welt): Eigenverbrauch + Export, Exporteure: Argentinien, Australien, EU, Kanada, Kasachstan, Russland, Ukraine, USA. Anmerkung: Im Gegensatz zum WASDE-Report zählt der GMR Kasachstan zur Gruppe der Exporteure.

Weizen: Russland und Ukraine exportieren weniger und tragen zu höherer globaler Endlagerprognose bei

Der IGC schätzt das Handelsvolumen mit Weizen nunmehr mit 201,0 Mio. t um 1,6 Mio. t kleiner als im August und um 13,1 Mio.t oder 6,1% kleiner als 2025/26. Dazu tragen insbesondere die Folgen der Kriegshandlungen am Schwarzen Meer mit der Beeinträchtigung der Exporte aus dieser Region bei. Die Londoner Experten setzten die Weizenausfuhr Russlands (41,5 Mio. t) nunmehr um 3,7 Mio. t kleiner als vor einem Monat und um 6,4 Mio. t weniger als im Vorjahr ein. Bei der Ukraine (13,2 Mio. t) beträgt das Monatsminus 1,0 Mio. t und das Jahresminus 1,8 Mio. t. Damit steigt die Endlagerprognose für Russland und die Ukraine und trägt maßgeblich zur Hinaufsetzung der weltweiten Schätzung bei: In Russland zum Vormonat um 3,4 Mio. t (16,4 Mio. t, +5,3 Mio. t zum Vorjahr) und in der Ukraine um 2,0 Mio. t (5,9 Mio. t, +4,1 Mio. t zum Vorjahr). Die nach oben revidierte Ernte beschert auch Australien einen Anstieg der Endlager zum Vormonat um 0,6 Mio. t (3,8 Mio. t, -2,2 Mio. t zum Vorjahr) sowie angehobene Anfangsbestände Kasachstan einen Anstieg um 0,3 Mio. t.
 
Unverändert ist die Exportschätzung für die EU bei 32,5 Mio. t und einem Plus von sogar 0,4 Mio. t zum deutlich stärkeren Erntejahrgang 2025/26. Ihre angehobenen Ernteprognosen münzen Argentinien in 0,5 Mio. t mehr Ausfuhr von Weizen (15,8 Mio. t, -3,2 Mio. t zum Vorjahr) und Australien in 1,5 Mio. t mehr (23,5 Mio. t, +0,1 Mio. t zum Vorjahr) um. Kanada soll bei unverändert 36,3 Mio. t Weizenernte (-4,3 Mio. t zum Vorjahr) um 1,0 Mio. t (30,7 Mio. t, +1,0 Mio. t zum Vorjahr) mehr als laut dem vorigen Report ausführen können.

Weniger Maisernte, Verbrauch und Endlager - im Gegensatz zu USDA auch EU-Ernte gekürzt

Im Gegensatz zum Weizen korrigiert der IGC-GMR Produktion (1.301,1 Mio. t, -3,8 Mio. t zum Vormonat, -44,9 Mio. t zum Vorjahr), Verbrauch (1.320,8 Mio. t, -2,5 Mio. t zum Vormonat, -6,3 Mio. t zum Vorjahr) und Endlager (289,2 Mio. t, -4,1 Mio. t zum Vormonat, -19,7 Mio. t Mio. t zum Vorjahr) nach unten. Das sind nun um 17,4 Mio. t mehr Lagerabbau als in der Augustprognose - auch weil die Anfangsbestände um 1,8 Mio. t gesenkt werden.
 
Anders als der WASDE des US-Agrarresorts USDA mit einer Anhebung um 0,4 Mio. t setzen die Londoner Experten auch die Maisernte der EU neuerlich herab, nämlich um 2,1 Mio. t auf nur mehr 46,4 Mio. t (-13,8 Mio. t zum Vorjahr) und liegen nun um 4,2 Mio. t unter dem USDA. Um die Bilanz halbwegs auszugleichen, hebt der IGC den Maisimport der EU um 0,5 Mio. t auf 24,0 Mio. t (+5,0 Mio. t zum Vorjahr) und senkt den Verbrauch noch weiter um 0,5 Mio. t auf 71,3 Mio. t (-5,0 Mio. t zum Vorjahr) ab. Gespart werden diese 0,5 Mio.t in der industriellen Verwertung. Dennoch kommen binnen Monatsfrist um 1,1 Mio. kleinere Endbestände von 5,0 Mio. t mit 2,4 Mio. t Lagerabbau heraus. Auch beim Mais (siehe unten Tabelle "IGC Mais 09-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globaler Reserve") sind die Reserven der EU und ihr Anteil am Verbrauch im internationalen Vergleich extrem eng.

USA bauen Maisendlager um 18,3% ab - Ernte neuerlich kleiner geschätzt

Kürzungen an den Anfangsbeständen (48,8 Mio. t, -0,6 Mio. t zum Vormonat, +9,4 Mio. t zum Vorjahr) und - eher im Gleichklang mit dem USDA - der Ernte (401,3 Mio. t, -5,4 Mio. t zum Vormonat, -31,0 Mio. t zum Vorjahr) sowie an den Endlagern (39,9 Mio. t, -2,2 Mio. t zum Vormonat, -8,9 Mio. t zum Vorjahr) nimmt der IGC an der Maisbilanz der USA vor. Dies ergibt einen Lagerabbau um 18,3% und auf 9,7% stock to use gegenüber 21,9% weltweit, weil etwa China 55,2% seines Jahresbedarfs an Maisreserven bunkert.

IGC Mais 09-2026: Anteil Endlager an Verbrauch und globalen Reserven

WJ 2026/27 Verbrauch Endlager stock/use Anteil an
Endlager global
Welt 1.320,8 289,2 21,9% 100,0%
China 314,4 173,4 55,2% 60,0%
Welt
ohne China
1.214,8 115,8 9,5% 40,0%
Exporteure 665,9 71,5 10,7% 24,7%
Exporteure
ohne USA
255,0 31,6 12,4% 10,9%
USA 410,9 39,9 9,7% 13,8%
Quelle: IGC, Grain Market Report vom 17. September 2026, eigene Berechnungen, Zahlenangaben in Mio. t, gerundet. Verbrauch (ausgenommen Welt): Eigenverbrauch + Export. Exporteure: Argentinien, Brasilien, Südafrika, Ukraine, USA. Anmerkung: Im Gegensatz zum WASDE-Report weist der GMR keine Gruppe der Exporteure sowie Daten für Russland aus. Die Zahlen der oben genannten Gruppe der Exporteure beruhen auf Eigenberechnung aus den IGC-Länderdaten.

US-Maisexport profitiert von Rückgang am Schwarzen Meer

Ebenso wie das USDA belässt der IGC den Maisexport der Ukraine (22,0 Mio. t, -1,3 Mio. t zum Vorjahr) unverändert zum Vormonat. Auch der US- Maisexport (-83,0 Mio. t) bleibt trotz reduzierter Ernteschätzung gleich, liegt aber trotz eines im Jahresvergleich um 21,7 Mio. t kleineren Angebots nur um 4,0 Mio. t unter dem Vorjahr. Damit können sich die USA einen Teil des Exportkuchens - offensichtlich auch in Richtung EU - krallen, der am Schwarzen Meer verloren geht.

Sojabohnen: Ernte und Verbrauch sowie Importnachfrage auf Rekordhoch - Lager bauen ab

Einen Neuen Rekord erreicht die weltweite Sojabohnenproduktion mit 440 Mio. t und 9 Mio. t beziehungsweise 2% Zuwachs, obwohl sie der Rat wegen etwas schwächerer südamerikanischer Ernten um 1 Mio. t kleiner als vor einem Monat schätzt. Neue Rekorde stellen auch Verbrauch und Importnachfrage auf: Zwar schlägt sich das geringere Angebot auch auf eine Senkung der Verbrauchsprognose um 1 Mio. t auf 447 Mio. t nieder. Doch lässt starke Nachfrage nach Verarbeitungsprodukten den Sojakonsum im Jahresabstand um 3% auf 446 Mio. t anwachsen. Das Welthandelsvolumen soll das fünfte Jahr in Folge zulegen auf 191 Mio. t - um 12 Mio. t oder 2% gegenüber dem Vorjahr. Daraus folgt ein Lagerabbau um 6 Mio. t oder 6%, der sich vor allem auf die wichtigen Exporteure (Argentinien, Brasilien und USA) konzentriert. Dort schmelzen die Sojaendbestände um 4 Mio. t oder rund ein Fünftel ab.

Über den Grain Market Report - GMR des IGC

Die Kurzzusammenfassung des GMR auf der Anfang 2026 neu gestalteten Website des IGC www.igc.int (Link in Box MARKET FUNDAMENTALS auf Startseite oder OUR EVENTS > Press Release) stellt neben dem Tabellenwerk eine kurze Analyse der jüngsten Entwicklung der Getreide- und Ölsaatenmärkte sowie der Exportpreise und einen Ausblick auf das weitere Wirtschaftsjahr zur Verfügung.

Die Veröffentlichung des nächsten Berichts ist am 15. Oktober 2026 geplant.

Auf der Website des IGC (Link siehe unten) findet sich zudem Information über Exportpreise und globale Fundamentaldaten.
 
Getreide- und Ölsaatenindex des IGC auf Basis Jänner 2000 = 100.

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