MARS-Bulletin Juni 2026: Prognose für EU-Winterungen bleibt bei recht guten Erträgen
Winterungen nähern sich der Abreife und Sommerungen zumeist gut entwickelt
Der Wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission (JRC, Joint Research Center) nimmt im MARS-Bulletin (Monitoring Agricultural Ressources) vom Juni gegenüber dem Vormonat kaum Änderungen an seinen Ertragsprognosen vor. Die Schätzungen liefen auf Hektarerträge knapp über dem fünfjährigen Durchschnitt, aber unter den Vorjahreswerten hinaus. Hitze und Dürre, wie sie auch für den weiteren Juni-Verlauf erwartet werden, hätten im Mai in Teilen West-, Zentral- und Osteuropas das Ertragspotenzial von Winterungen geschmälert. Auch die Sorgen um die Sommerungen nähmen mit schwindender Bodenfeuchtigkeit und zunehmendem Wasserbedarf der Pflanzen zu.
Die erwarteten Ertragsminderungen bei Winterungen macht das JRC aufgrund der Hitzewelle Ende Mais in Zentral-- und Westfrankreich fest. Auch sollen sich die Aussichten in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, im westlichen Rumänien und auch Österreich - hier seien die Niederschläge für eine vollkommene Regeneration zu spät gekommen - verschlechtert haben. Davon ist auch der Westen und die Mitte der Ukraine betroffen. Für die Ukraine haben die Agrarmeteorologen der EU dieser Tage einen eigenen Bericht (siehe unten Download) veröffentlicht. Dieser spricht zwar von guten Ertragsaussichten, doch mit deutlichen regionalen Unterschieden, wobei der vom Krieg heimgesuchte Osten und Süden besser davonkommt. Jedoch schränkten die Kampfhandlungen in diesen Regionen die Bewirtschaftungsaktivitäten und bestellten Flächen so weit ein, dass die Produktion von Weizen und Gerste unter den Fünfjahres-Schnitt fallen soll und nur an Mais, Sonnenblumen, Sojabohnen und Raps überdurchschnittliche Mengen eingebracht werden könnten. Der Türkei stellt das Bulletin Rekorderträge bei Winterkulturen in Aussicht und den Maghreb-Staaten Marokko, Algerien und Tunesien nach wie vor Ausnahme-Ernten.
EU: Ertragsprognosen kaum geändert - nur 6% mehr Sonnenblumenkerne als im Mai
MARS erwartet in der Prognose für die EU 2026 beim gesamten Getreide
einen Hektarertrag von 5,61 t - das sind 10 kg mehr als vor Monatsfrist und 2% mehr als der fünfjährige Durchschnitt. An Weizen insgesamt sollen es 5,79 t/ha (-10 kg gegenüber Mai) werden - 5% weniger als im Vorjahr und 3% mehr als im Durschnitt der vergangenen fünf Jahre - und davon an Weichweizen 6,00 t/ha (-10 kg gegenüber Mai) und ebenso 5% weniger und 2% über den Vergleichswerten. Für Durum werden 3,69 t/ha (+40 kg gegenüber Mai) sowie 1% weniger als im Vorjahr und um 6% mehr als im fünfjährigen Schnitt genannt.
An Gerste prognostiziert das Bulletin mit 5,09 t/ha (+30 kg zum Vormonat) ein Minus von 10% zum Vorjahr sowie 2% über dem Durchschnittsertrag der vergangenen fünf Jahre. Dabei sollen es mit 4,89 t/ha Sommergerste (-20 kg zum Vormonat) 9% weniger als im Vorjahr und um 3% mehr als im Fünfjahres-Mittel sowie an Wintergerste 5,17 t/ha (+40 kg oder 1% gegenüber Mai) und 10% weniger als im Vorjahr und 1% über dem Durchschnitt werden. Der geschätzte Roggenertrag von 4,37 t/ha liegt ebenso 40 kg über Vormonatsniveau und 6% unter Vorjahresniveau sowie 2% über dem mehrjährigen Schnitt, der von Triticale mit 4,40 t/ha fällt zum Vormonat um 30 kg, zum Vorjahr um 7% und kommt auf Durchschnittsniveau zu liegen. Körnermais wird ein Ertrag von 7,38 t/ha vorausgesagt - 80 kg mehr als vor einem Monat, 3% mehr als 2025 und 3% mehr als das Fünfjahres-Mittel.
Raps (-10 kg gegenüber Mai) soll mit 3,18 t/ha 5% weniger Ertrag als im Vorjahr und 1% unter dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre einbringen. Um 120 kg oder 6% im Monatsabstand haben sich die Aussichten für Sonnenblumenkerne auf 2,08 t/ha verbessert. Das sind 11% mehr als im Vorjahr und um 5% mehr als der Durchschnitt. 10 kg besser als vor Monatsfrist erscheint die Prognose für Sojabohnen mit 2,75 t/ha, das sind 1% weniger als voriges Jahr und 3% über dem Durchschnitt.
einen Hektarertrag von 5,61 t - das sind 10 kg mehr als vor Monatsfrist und 2% mehr als der fünfjährige Durchschnitt. An Weizen insgesamt sollen es 5,79 t/ha (-10 kg gegenüber Mai) werden - 5% weniger als im Vorjahr und 3% mehr als im Durschnitt der vergangenen fünf Jahre - und davon an Weichweizen 6,00 t/ha (-10 kg gegenüber Mai) und ebenso 5% weniger und 2% über den Vergleichswerten. Für Durum werden 3,69 t/ha (+40 kg gegenüber Mai) sowie 1% weniger als im Vorjahr und um 6% mehr als im fünfjährigen Schnitt genannt.
An Gerste prognostiziert das Bulletin mit 5,09 t/ha (+30 kg zum Vormonat) ein Minus von 10% zum Vorjahr sowie 2% über dem Durchschnittsertrag der vergangenen fünf Jahre. Dabei sollen es mit 4,89 t/ha Sommergerste (-20 kg zum Vormonat) 9% weniger als im Vorjahr und um 3% mehr als im Fünfjahres-Mittel sowie an Wintergerste 5,17 t/ha (+40 kg oder 1% gegenüber Mai) und 10% weniger als im Vorjahr und 1% über dem Durchschnitt werden. Der geschätzte Roggenertrag von 4,37 t/ha liegt ebenso 40 kg über Vormonatsniveau und 6% unter Vorjahresniveau sowie 2% über dem mehrjährigen Schnitt, der von Triticale mit 4,40 t/ha fällt zum Vormonat um 30 kg, zum Vorjahr um 7% und kommt auf Durchschnittsniveau zu liegen. Körnermais wird ein Ertrag von 7,38 t/ha vorausgesagt - 80 kg mehr als vor einem Monat, 3% mehr als 2025 und 3% mehr als das Fünfjahres-Mittel.
Raps (-10 kg gegenüber Mai) soll mit 3,18 t/ha 5% weniger Ertrag als im Vorjahr und 1% unter dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre einbringen. Um 120 kg oder 6% im Monatsabstand haben sich die Aussichten für Sonnenblumenkerne auf 2,08 t/ha verbessert. Das sind 11% mehr als im Vorjahr und um 5% mehr als der Durchschnitt. 10 kg besser als vor Monatsfrist erscheint die Prognose für Sojabohnen mit 2,75 t/ha, das sind 1% weniger als voriges Jahr und 3% über dem Durchschnitt.
Trotz Trockenstress Ertragsprognosen für Österreich mit Ausnahme Raps angehoben
Obwohl der Wissenschaftliche Dienst der Europäischen Kommission in den verbalen Länderanalysen für Tschechien, Österreich und der Slowakei von Trockenstress Ende und Mai und Anfang Juni mit Beeinträchtigung der Entwicklung von Winterungen und des Aufgangs der Sommerungen spricht, hebt er gegenüber Mai für Österreich seine Ertragsprognosen mit Ausnahme von Raps etwas an.
MARS kürzt den Rapsertrag hierzulande gegenüber Mai um 1% oder 40 kg auf 3,16 t/ha (-3% zum Vorjahr und +1% zum Mittel). Den Weizenertrag setzt das Bulletin zum Mai um 1% auf 5,94 t/ha (-4% zum Vorjahr und +2% zum Mittel) hinauf, davon den von Weichweizen um gleich 3% auf 5,99 t/ha (-4% zum Vorjahr und +2% zum Mittel) sowie jenen von Durum auch um 3% auf 5,44 t/ha (-6% zum Vorjahr und +2% zum Mittel). Um 120 kg oder 2% um Monatsabstand steigt die Gerstenschätzung auf 6,27 t/ha (-7% zum Vorjahr und +2% zum Mittel). Sowohl Winter- als auch Sommergerste werden im Ertrag gegenüber Mai um 2% hinauf - Wintergerste um 120 kg auf 6,61 t/ha (-6% zum Vorjahr und +1% zum Mittel) und Sommergerste um 110 kg auf 4,81 t/ha (-7% zum Vorjahr und +4% zum Mittel). Der heimische Körnermais wird gegenüber dem Vormonat um 200 kg höher auf 10,7 t/ha (-4% zum Vorjahr und +3% zum Mittel) geschätzt, Roggen um 170 kg oder 4% höher auf 4,91 t/ha (-7% zum Vorjahr und +6% zum Mittel) und Triticale um 190 kg oder 3% höher auf 5,80 t/ha (-6% zum Vorjahr und +4% zum Mittel).
Bei den Ölsaaten verbessert sich die Prognose für Sonnenblumenkerne gegenüber Mai um 100 kg oder 4% auf 2,73 t/ha (-8% zum Vorjahr und +2% zum Mittel) sowie die für Sojabohnen um 270 kg auf 3,01 t/ha (-5% zum Vorjahr und +3% zum Mittel).
MARS kürzt den Rapsertrag hierzulande gegenüber Mai um 1% oder 40 kg auf 3,16 t/ha (-3% zum Vorjahr und +1% zum Mittel). Den Weizenertrag setzt das Bulletin zum Mai um 1% auf 5,94 t/ha (-4% zum Vorjahr und +2% zum Mittel) hinauf, davon den von Weichweizen um gleich 3% auf 5,99 t/ha (-4% zum Vorjahr und +2% zum Mittel) sowie jenen von Durum auch um 3% auf 5,44 t/ha (-6% zum Vorjahr und +2% zum Mittel). Um 120 kg oder 2% um Monatsabstand steigt die Gerstenschätzung auf 6,27 t/ha (-7% zum Vorjahr und +2% zum Mittel). Sowohl Winter- als auch Sommergerste werden im Ertrag gegenüber Mai um 2% hinauf - Wintergerste um 120 kg auf 6,61 t/ha (-6% zum Vorjahr und +1% zum Mittel) und Sommergerste um 110 kg auf 4,81 t/ha (-7% zum Vorjahr und +4% zum Mittel). Der heimische Körnermais wird gegenüber dem Vormonat um 200 kg höher auf 10,7 t/ha (-4% zum Vorjahr und +3% zum Mittel) geschätzt, Roggen um 170 kg oder 4% höher auf 4,91 t/ha (-7% zum Vorjahr und +6% zum Mittel) und Triticale um 190 kg oder 3% höher auf 5,80 t/ha (-6% zum Vorjahr und +4% zum Mittel).
Bei den Ölsaaten verbessert sich die Prognose für Sonnenblumenkerne gegenüber Mai um 100 kg oder 4% auf 2,73 t/ha (-8% zum Vorjahr und +2% zum Mittel) sowie die für Sojabohnen um 270 kg auf 3,01 t/ha (-5% zum Vorjahr und +3% zum Mittel).