MARS-Bulletin Oktober 2026: Erträge von Herbsternten in der EU unter Durchschnitt
Österreich: Erträge von Mais, Sonnenblumen und Sojabohnen stärker als EU-weit gesenkt
Das MARS-Bulletin (Monitoring Agricultural Ressources) des Wissenschaftlichen Dienstes der Europäischen Kommission (JRC, Joint Research Center) spricht im Oktober von einer mit Erträgen unter dem fünfjährigen Mittel zu Ende gehenden Herbsternte in der EU. Dabei sinken die Prognosen für Mais, Sonnenblumen und Sojabohnen in dürrgeplagten Regionen wie Österreich, Ungarn oder der Slowakei noch stärker als im EU-weiten Schnitt.
Aufgang und Aussaat von Winterungen für die kommende Ernte 2027 sind von zu wenig Niederschlag in Teilen West-, Mittel- und Südosteuropas sowie von zu viel im Baltikum und in Finnland betroffen.
Regen im September sei in den Trockengebieten zu spät gekommen. Die mangelnde Bodenfeuchtigkeit hemme den Aufgang von Raps und den folgenden Winterungen. Im Baltikum und Finnland verzögere übermäßige Nässe die Aussaat von Winterkulturen und könnte zu einer Einschränkung der Anbauflächen führen.
Raps ist in Polen und Deutschland weitgehend gut aufgegangen, wohingegen von Frankreich bis nach Tschechien, Ungarn und den Westen Rumäniens zu trockene Saatbeete Sorge bereiteten. Österreichs Rapsanbau habe von einem frühen Anbau, warmen Wetter und ausreichend Bodenfeuchtigkeit profitiert, die einen ungewöhnlichen Entwicklungsfortschritt ermöglicht hätten.
Regen im September sei in den Trockengebieten zu spät gekommen. Die mangelnde Bodenfeuchtigkeit hemme den Aufgang von Raps und den folgenden Winterungen. Im Baltikum und Finnland verzögere übermäßige Nässe die Aussaat von Winterkulturen und könnte zu einer Einschränkung der Anbauflächen führen.
Raps ist in Polen und Deutschland weitgehend gut aufgegangen, wohingegen von Frankreich bis nach Tschechien, Ungarn und den Westen Rumäniens zu trockene Saatbeete Sorge bereiteten. Österreichs Rapsanbau habe von einem frühen Anbau, warmen Wetter und ausreichend Bodenfeuchtigkeit profitiert, die einen ungewöhnlichen Entwicklungsfortschritt ermöglicht hätten.
Ungarn, Slowakei, Frankreich und Österreich mit besonders schwachen Maiserträgen
MARS senkt den EU-weiten Hektarertrag von Körnermais gegenüber September um 1% auf 6,42 t/ha. Das sind 10% weniger als im Vorjahr und um 9% weniger als der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Einige Länder erwischt es dabei besonders schlimm: Frankreichs Maisprognose verschlechtert sich zum Vormonat zwar nur um weitere 2% auf 6,30 t/ha, fällt aber zum Vorjahr um 27% und zum mehrjährigen Mittel um 31% ab.
In Mitteleuropa ist Ungarn der Spitzenreiter des Negativrankings. MARS spricht über Ungarns Agrarwetter wörtlich von einem trockenen Herbst nach einem desaströsen Sommer. Das Bulletin kürzt die Körnermaismenge pro Hektar zum Vormonat um 7% auf 3,12 t - um 41% unter dem Vorjahresergebnis und um 46% unter dem fünfjährigen Mittel. Österreichs Ertragserwartung schmälert sich gegenüber September um 8% auf 7,30 t/ha an Körnermais, womit das Jahr zuvor um 34% und der Fünfjahres-Schnitt um 30% verfehlt werden. Der slowakische Maisertrag fällt im Monatsvergleich um 4% auf 4,75 t/ha, 42% weniger als vor einem Jahr und 33% unter dem Mittel der fünf Jahre.
In Mitteleuropa ist Ungarn der Spitzenreiter des Negativrankings. MARS spricht über Ungarns Agrarwetter wörtlich von einem trockenen Herbst nach einem desaströsen Sommer. Das Bulletin kürzt die Körnermaismenge pro Hektar zum Vormonat um 7% auf 3,12 t - um 41% unter dem Vorjahresergebnis und um 46% unter dem fünfjährigen Mittel. Österreichs Ertragserwartung schmälert sich gegenüber September um 8% auf 7,30 t/ha an Körnermais, womit das Jahr zuvor um 34% und der Fünfjahres-Schnitt um 30% verfehlt werden. Der slowakische Maisertrag fällt im Monatsvergleich um 4% auf 4,75 t/ha, 42% weniger als vor einem Jahr und 33% unter dem Mittel der fünf Jahre.
Dürre in Mitteleuropa nimmt auch Sonnenblumen und Sojaerträge übermäßig mit
Ein ähnliches Bild mit übermäßigen Verschlechterungen der Ertragsprognosen bei den mitteleuropäischen Dürreopfern zeichnet das MARS-Bulletin für Sonnenblumenkerne und Sojabohnen: Es senkt Österreichs Sonnenblumenertrag gegenüber September entgegen einem EU-weiten Minus von 2% (1,93 t/ha, +6% zum Vorjahr, -3% zum Fünfjahres-Mittel) um 4% auf 1,95 t/h (-34% zum Vorjahr, -27% zum Fünfjahres-Mittel). Sojabohnen korrigiert das JRC hierzulande um 6% (2,05 t/ha, -35% zum Vorjahr, -30% zum Fünfjahres-Mittel) nach unten, wohingegen es für die ganze EU nur 1% weniger (2,24 t/ha, -17% zum Vorjahr, -15% zum Fünfjahres-Mittel) werden.
Ungarns Prognose für Sonnenblumen sinkt zum Vormonat um 12% (1,69 t/ha, -30% zum Vorjahr, -33% zum Fünfjahres-Mittel) und die für Sojabohnen um 4% (1,82 t/ha, -15% zum Vorjahr, -23% zum Fünfjahres-Mittel).
Ungarns Prognose für Sonnenblumen sinkt zum Vormonat um 12% (1,69 t/ha, -30% zum Vorjahr, -33% zum Fünfjahres-Mittel) und die für Sojabohnen um 4% (1,82 t/ha, -15% zum Vorjahr, -23% zum Fünfjahres-Mittel).
Rumänien und Bulgarien blicken teilweise drastischen Ertragssteigerungen entgegen
Teilweise drastischen Ertragssteigerungen zu den Vergleichszeiträumen blicken in Südosteuropa Rumänen oder auch Bulgarien entgegen: Rumänien beim Mais wie im Vormonat auf 4,64 t/ha (+18% zum Vorjahr, +15% zum Fünfjahres-Mittel), bei Sonnenblumen ebenso unverändert auf 2,20 t/ha (+46% zum Vorjahr, +23% zum Fünfjahres-Mittel) oder Sojabohnen auf 2,34 t/ha (+79% zum Vorjahr, +19% zum Fünfjahres-Mittel). Bulgarien beim Mais wie im Vormonat auf 5,76 t/ha (+136% zum Vorjahr, +34% zum Fünfjahres-Mittel) und bei Sonnenblumen mit 2,51 t/ha 5% mehr als im Vormonat (+51% zum Vorjahr, +25% zum Fünfjahres-Mittel).
Im Umfeld der EU viel Nässe in der Türkei
Aus dem Umfeld der EU berichtet MARS von überdurchschnittlichen Regenfällen und schwächerer Sonneneinstrahlung in der Türkei, die die Kornfüllung von Mais behindert und das ansonsten sehr gute Ertragspotenzial im Land bei dieser Kultur etwas geschmälert hätten. Mit 9,67 t/ha wird das Ertragspotenzial der Türkei beim Körnermais um 2% schwächer als im Vorjahr und um 1% stärker als im fünfjährigen Mittel geschätzt.
Guter Ernte- sowie Anbaufortschritt in Ukraine - nur Maisdrusch ist verspätet
Während des Berichtszeitraums habe im Norden und Zentrum der Ukraine mehr Feuchtigkeit als gewöhnlich dem Ertragspotenzial von Sommerungen geholfen. Dementgegen hätten im Westend es Landes unterdurchschnittlicher Regenfall und leicht überdurchschnittliche Temperaturen den Erträgen nur wenig auf die Sprünge geholfen. Die Herbsternte sei zuerst nur langsam in die Gänge gekommen, aber dann dank eines trockenen Zeitfensters zur an der Monatswende September zum Oktober in Schwung gekommen. Die Ernten von Sonnenblumen und Sojabohnen seien gut fortgeschritten, die von Körnermais sei aber später angelaufen und erst zu 20% erledigt. Die Ertragsprognosen für alle drei Kulturen lägen bei den bisherigen Erwartungen. Der Anbau von Winterkulturen liege mit auf oder etwas vor der Vorjahreslinie, rund zwei Drittel der geplanten Fläche seien bestellt. Der Rapsanbau ist komplettiert und die Bestände fänden gute Bedingungen vor.
Den diesjährigen Körnermaisertrag der Ukraine schätzt MARS auf 7,40 t/ha (+6% zum Vorjahr, +4% zum Fünfjahres-Mittel) und den von Sojabohnen auf 2,35 t/ha (-3% zum Vorjahr, -5% zum Fünfjahres-Mittel).
Den diesjährigen Körnermaisertrag der Ukraine schätzt MARS auf 7,40 t/ha (+6% zum Vorjahr, +4% zum Fünfjahres-Mittel) und den von Sojabohnen auf 2,35 t/ha (-3% zum Vorjahr, -5% zum Fünfjahres-Mittel).