Börse-Marktbericht 02.09. - 08.09. 2026: Qualität von Weizen aus Iatlien bestätigt

Brotgetreide:

Die Türkei scheiterte dabei, ein Getreide-Transportabkommen zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Schon am Wochenende startete eine US-Delegation neue Friedensgespräche in Moskau und Kiew. Konkrete Ergebnisse blieben aus, und die Angriffe wurden fortgesetzt. Die Importländer hielten größere Tender zurück oder stornierten diese wieder (z.B. Saudi-Arabien mit 0,5 Mio. t). Gleichzeitig wurden aber kleinere Mengen in der EU gebucht (z.B. Frankreich nach Libyen), und die Nachfrage nach US-Weizen blieb im Vergleich zum Vorjahr verhalten (y/y minus 27,8%). Im Wochenabstand war daher der Preisrückgang an der Euronext geringer mit minus € 6,25/t als an der CBoT minus $ 13,04/t.

Schlusskurse Weizen internationale Terminbörsen

Tag Euronext (XII) CBoT (XII)
01.09.2026 € 253,50/t $ 287,52/t
Die Umsätze am regionalen Markt blieben diese Woche noch zögerlich. Mühlen und Mischfutterwerke zeigten sich vorläufig gut versorgt. Die Qualität der heurigen Weizenernte dürfte den Anforderungen in Italien entsprechen – Probelieferungen wurden bestätigt.

Futtergetreide/Mais:

Die Friedens-Initiative der USA führte vor allem an der europäischen Warenterminbörse zu einem deutlichen Preis-Rückgang – im Wochenabstand Euronext minus € 8,25/t und an der CBoT minus $ 4,92/t. In den USA wurden private Mais-Ernteschätzungen veröffentlicht, die gegenüber dem letzten WASDE-Bericht auf noch schlechtere Erträge hinwiesen (Allendale minus 4,6 Mio. t und Pro Farmer Crop Tour minus 17 Mio. t). Der neue WASDE-Bericht erscheint am 11.09.

Schlusskurse Mais internationale Terminbörsen

Tag Euronext (XI) CBoT (XII)
01.09.2026 € 274,25/t $ 214,95/t
Die AMA veröffentlichte eine neue Bilanzprognose für Mais (siehe Download-Bereich der Börse Homepage), in der ein langjähriger Tiefstwert bei der verkaufbaren Menge aus der Ernte 2026 (440.000 t) und ein hoher Importbedarf (1,5 Mio. t) angegeben wird. Der überregionale Ausgleich stand weiterhin vor massiven Problemen in der Transportlogistik. Erste Berichte aus der Maisernte in den Regionen, die weniger stark von der Dürre betroffen waren (Stmk., OÖ), gaben auch deutliche Ertragseinbußen an (y/y minus 30%).

Ölsaaten:

Bei Raps-Futures wurde der Preisdruck infolge der US-Friedensvermittlung zwischen Russland und der Ukraine überlagert durch Behinderungen bei der Aussaat in der EU und der Ukraine (sehr trockene Böden). Zusätzlich stützte die Rallye bei Rohöl (8.9.2026 Schlusskurs XI Crude Oil Brent $ 99,28/bl), die durch die andauernde Sperre der Straße von Hormus ausgelöst wurde. Die Raps-Futures an der Euronext schafften damit im Wochenabstand plus € 1,25/t und die Sojabohnen-Futures an der CBoT nur minus $ 0,55/t.

Schlusskurse Ölsaaten internationale Terminbörsen

Tag Euronext (Raps XI) CBOT (Sojabohnen XI)
01.09.2026 € 556,75/t $ 484,19/t
Die Quotierungen der regionalen Verarbeiter für Rapssaat stiegen im Wochenabstand um plus € 5 bis 4/t, jene für Öl-Sonnenblumenkerne um plus € 6/t (erst ab Februar 2027). Erste Ergebnisse aus der Sonnenblumen-Ernte blieben unter den (ohnehin niedrigen) Erwartungen, bei hohem Besatz und geringem Ölgehalt.

Ölsaaten-Quotierungen auf Großhandels-Niveau, cpt, nachhaltig, mit Qualitätsboni - 2. bis 8. September 2026

Raps – Straubing Oktober 2026 € 550 – 543/t / n.q.
Raps – Straubing November 2026 € 545 – 557/t
Raps – Straubing Dezember 2026 € 547 – 559/t
Raps – Straubing Jän.-März. 2027 € 551 – 561/t
Raps – Straubing April-Juni 2027 € 551 – 561/t
Raps – Olomouc Okt.-Dez. 2026 n.q.
Raps – Olomouc Jän.-März 2027 € 542 – 552/t
Raps – Olomouc April-Juni 2027 € 542 – 552/t
Raps – Bruck Okt. 2026-Juni 2027 n.q.
Öl-Sonnenblumenkerne – Olomouc Okt.-Dez. 2026 n.q.
Öl-Sonnenblumenkerne – Olomouc Jänner 2027 n.q.
Öl-Sonnenblumenkerne – Olomouc Feb.-März 2027 € 512 – 517/t
Die Sojaschrot-Futures an der CBoT fielen im Wochenabstand um minus $ 2,65/t.

Schlusskurse Sojaschrot internationale Terminbörsen

Tag CBoT (Sojaschrot X)
01.09.2026 $ 381,07/t
Die Quotierungen am regionalen Markt für GMO-Importe stiegen um plus € 15/t für den Termin 11 bis 12 2026; die Quotierungen für 1 bis 3 2027 (bereits mit Aufschlag für EUDR-konforme Ware in Höhe von € 25/t) blieben unverändert.

Ölschrote-Quotierungen auf Großhandelsniveau, FCA ab Hafen, lose und Basis Normalwasser - 2. bis 8. September 2026

Sojaschrot 44 % Protein Oktober 2026 € 442 - 448/t
Sojaschrot 44 % Protein Nov.–Dez. 2026 € 438 - 446/t
Sojaschrot 44 % Protein Jän.–März 2027 € 457 - 463/t
Sojaschrot 44 % Protein April–Juni 2027 € 453 - 460/t
Sojaschrot HP Oktober 2026 € 470 - 476/t
Sojaschrot HP Nov.-Dez. 2026 € 466 - 474/t
Sojaschrot HP Jän.-März 2027 € 485 – 491/t
Sojaschrot HP April–Juni 2027 € 481 – 488/t
Sojaschrot non-GMO, Basis 46 % Protein+Fett, ab Werk
Nov.-Dez. 2026 € 493 – 498/t
Preise, die im Marktbericht als "Quotierungen" bezeichnet werden, stammen von freibleibenden Indikationen, die von Händlern oder Verarbeitern veröffentlicht werden, und müssen daher nicht zwingend zu einem Geschäftsabschluss geführt haben. Alle Angaben erfolgen überdies ohne Gewähr.